Die diagnostische Omega-Gleichung gibt Auskunft über das Vorzeichen der Vertikalgeschwindigkeit ω im p-System und lautet unter der Annahme von Reibungsfreiheit:
Term A: Höhenabhängigkeit der Advektion absoluter Vorticity (differentielle Vorticityadvektion)
Term B: Advektion des horizontalen Temperaturgradienten mit dem geostrophischen Wind (Temperaturadvektion)
Term C: Diabatische Erwärmung (Abkühlung) durch Einstrahlung (Ausstrahlung)
Term C: Diabatische Erwärmung (Abkühlung) durch Einstrahlung (Ausstrahlung)
Drei Terme können also Hebungs- bzw. Absinkprozesse auslösen. Demnach ergibt sich ein Hebungsantrieb (ω < 0)
- bei mit der Höhe zunehmender positiver Vorticityadvektion (oder bei mit der Höhe abnehmender negativer Vorticityadvektion),
- in Gebieten mit maximaler Warmluftadvektion (oder in Gebieten mit minimaler Kaltluftadvektion),
- in Gebieten mit maximaler diabatischer Wärmezufuhr (oder in Gebieten mit minimalem diabatischen Wärmeentzug).
Absinkprozesse (ω > 0) werden angetrieben
- durch mit der Höhe zunehmende negative Vorticityadvektion (oder mit der Höhe abnehmende positive Vorticityadvektion)
- in Gebieten mit maximaler Kaltluftadvektion (oder in Gebieten mit minimaler Warmluftadvektion)
- in Gebieten mit maximalem diabatischen Wärmeentzug (oder in Gebieten mit minimaler diabatischer Wärmezufuhr)
Die hierbei in Klammern stehenden Hebungs- und Absinkantriebe sind vergleichsweise unbedeutend. Die Abhängigkeit der Vertikalgeschwindigkeit von 1/σ zeigt, dass die Wirkung der Antriebsterme mit zunehmender statischer Stabilität abnimmt. Außerdem wirken die Antriebe in kurzwelligen Systemen stärker als in langwelligen.
Generell treten die einzelnen Antriebsterme oft parallel zueinander in Erscheinung. Dadurch können sie sich gegenseitig verstärken, abschwächen oder in ihrer Summe gar völlig aufheben. Letztendlich entscheidet also die Summe der Terme über das Vorzeichen von ω.
Referenz:
Bott, A. (2012): Synoptische Meteorologie. Springer-Verlag.

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