Die Abschnürung eines Troges (d. h. von Kaltluft) von der Höhenströmung wird als sogenannter „Cut-Off“-Prozess bezeichnet. Kalte Luft die sich vollständig von der Polarkalotte abgeschnürt hat und eine eigenständige Zirkulation aufweist stellt einen sog. „Cut-Off“ dar. Die kalte Luft schiebt sich keilförmig unter die warme Luftmasse in ihrer Umgebung, wodurch Hebungsprozesse verursacht werden. Cut-Offs haben eine lange Lebensdauer und sind schwer vorhersagbar. Sie lösen sich entweder langsam auf oder integrieren sich wieder in die Höhenströmung. Solche Höhentiefs werden „Cut-Off-Zyklonen“ genannt und sie entstehen häufig im Frühjahr.
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| PJ: Polarjet 300 hPa, PF: Polarfront 500 hPa / © WMO 1978 |
Er ist häufig in der gesamten Troposphäre zu erkennen, das bedeutet, dass er in der Höhe tiefes Geopotential und am Boden tiefen Luftdruck aufweist. In der Bodenkarte sind geschlossene Isobaren zu erkennen. Häufig liegt unter der abgeschnürten Kaltluft oder an dessen Rand ein Tiefdruckgebiet, das mit seinen Fronten die Wetterlage beeinflusst. Die Verlagerung eines Cut-Offs wird nicht mehr durch die Höhenströmung sondern vor allem durch die Luftdruckverteilung (z. B. Antizyklonen) gesteuert und ist deshalb nur schwer abzuschätzen.
Referenz:
Fink, A. & Ermert, V. (2012): Synoptische Meteorologie. Übungsskript, Universität zu Köln.
Fink, A. & Ermert, V. (2012): Synoptische Meteorologie. Übungsskript, Universität zu Köln.
