Thermodynamische Phänomene: Formen von Glätte

  • Glatteis (eng. glaze): Glatteis entsteht dadurch, dass Wassertropfen, die als Niederschlag aus der Atmosphäre herausfallen, beim Auftreffen auf den Boden sofort gefrieren. Haben die Tropfen eine Temperatur über 0°C, so muss die Temperatur der Bodenoberfläche unter 0°C liegen. Sind die Tropfen unterkühlt, so kann das Glatteis auch dann entstehen, wenn die Bodenoberflächentemperatur ursprünglich über 0°C liegt. Glatteis setzt stets Niederschlag in Form von Regen, Nieseln oder nässendem Nebel voraus. Einen ähnlichen Eisüberzug, der etwa durch gerfrorenen Tau entstanden ist, bezeichnet man nicht als Glatteis, sondern als Eisglätte (siehe unten).
  • Eisglätte: Sie entsteht dadurch, dass Wasser, das irgendwie auf den Boden gelangt ist, dort nicht sofort, sondern erst später gefriert. Es kann sich dabei z.B. um Regenwasserpfützen, verschüttetes Wasser, Tropfwasser von Dächern, auf der Fahrban stehendes oder von der Seite zufließendes Schmelzwasser oder um Tau handeln. Eisglätte.
  • Schneeglätte: Entsteht dann, wenn Schnee festgefahren oder festgetreten wird. 
  • Reifglätte: Sie entsteht durch Sublimation von Wasserdampf unmittelbar an der Oberfläche, wenn diese kälter als 0°C ist. An der Oberfläche beobachtet man dann Reif, Reifbeschlag oder Rauhreif.
Referenz: 
Kraus, H. (2004): Atmosphäre der Erde - Eine Einführung in die Meteorologie. Springer-Verlag.

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