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| Unterschied zwischen trockenem und nassem Microburst |
Es gibt Downbursts, die mit Niederschlag verbunden sind, meist ist dieser sehr stark, aber eben nur kurz andauernd. Es gibt aber auch "trockene" Downbursts, wenn in der Gewitterwolke sehr viel trockene Luft von außen zugemischt wird, in der die Nierschlagsteilchen rasch verdunsten können, so dass kein Niederschlag bis zum Erdboden gelangen kann.
Allgemein werden die geradlinigen Böen in zwei Kategorien unterteilt: Microburst und Macroburst.
Die gefährlichste Erscheinung dieser Art ist der Microburst, der in Bodennähe in einem Gebiet mit einem Durchmesser von unter 4 km sehr hohe Windgeschwindigkeiten erzeugen kann. Sein divergierender bodennaher Kaltluftausfluss hat einen Ausbreitungsdurchmesser von 0.4 bis zu 4 km und eine Lebensdauer von etwa 5 bis 15 Minuten, die im Mittel 13 Minuten beträgt. Ein Microburst entwickelt sich, wenn die Kaltluft des Downdraft beschleunigt aus der Wolkenbasis auszufallen beginnt und nach wenigen Minuten den Erdboden erreicht (Kontaktstadium). In der sich anschließend vom Ort des Auftreffens horizontal nach allen Richtungen divergent abfließenden Kaltluft (Ausbreitungsstadium) entstehen Wirbel. Die sich an der Erdoberfläche ausbreitende Gewitterluft formt eine Kaltlufthaut (Stadium des Kaltluftpolsters), oberhalb der die Wirbelstärke weiter zunimmt. Diese Gebiete hoher Windgeschwindigkeiten sind besonders gefährlich für Luftfahrzeuge.
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| Entwicklung eines Microburst |
Während ihrer horizontalen Ausbreitung richten die Fallböen oft in Rekordzeit sehr schwere Verwüstungen an. Häufig werden diese Böen zu Unrecht als "Mini-Tornados" bezeichnet, obwohl deren divergente Fallwinde in keinem Verhältnis zum Sog der konvergenten Aufwärtsströme von Tornados stehen. Einen ganz prinzipiellen Unterschied zwischen Downburst und Tornado Windfeldern gibt es: das Windfeld eines Downbursts ist stets divergent (durch das Auseinanderströmen der herabfallenden Kaltluft), wohingegen das Windfeld eines Tornados stets konvergent ist (durch das Hineinströmen in den Tornadowirbel).
Der Ausdruck "Mini-Tornados" sollte also nicht verwendet werden, selbst wenn er in den Medien ohne Zurückhaltung genannt wird.
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| Schema der Strömungsfelder in Downbursts und Tornados (Fujita, 1985) |



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